Gotisches Tor
Das gotische Kammertor am Nordplateau gehört zu den spärlichen Spuren der mittelalterlichen Burganlage auf dem Schlossberg. Die überlieferte Bezeichnung „Hinteres Tor“ deutet darauf hin, dass der Durchgang nach dem spätmittelalterlichen Ausbau der Burg mit einer zweiten Mauer entstand. Das Kammertor schuf eine Verbindung zwischen Hinterem Zwinger und Innerem der Burg. Mit dem Bau der Festung ab 1544 wurde es als Kellerraum integriert und blieb somit erhalten. Es überdauerte auch den späteren Bau des Feuerwächterhauses im Jahr 1820 sowie die Umwandlung des Plateaus zu einer Aussichtsterrasse 1894.
Nach seiner Wiederentdeckung 1982 und seiner Freilegung 1998 – 2001 ist das Tor wieder begehbar und zählt zu den wenigen erhaltenen Relikten der mittelalterlichen Burganlage.
Foto-Spot: Die historische Brücke, die über die Trasse der Grazer Schlossbergbahn führt, ist ein netter Fotospot.
Wissenswertes
Das Gotische Tor liegt auf dem Nordplateau des Grazer Schlossbergs. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hackher-Löwen, der Zisterne und des Glockenturms und lässt sich ideal in einen Rundgang über den Schlossberg integrieren.
Das Gotische Tor ist eines der wenigen erhaltenen Bauwerke der mittelalterlichen Burg auf dem Schlossberg. Als im 16. Jahrhundert die Renaissancefestung errichtet wurde, integrierte man das Tor in die neuen Befestigungsanlagen als Kellerraum. Dadurch überstand es sowohl den Festungsumbau als auch die Schleifung der Festung im Jahr 1809 und blieb bis heute erhalten.
Für die Besichtigung des Gotischen Tores und einen kurzen Fotostopp reichen etwa 10 bis 15 Minuten. Aufgrund seiner Lage lässt sich der Besuch hervorragend mit dem Uhrturm, dem Glockenturm, der Zisterne und dem Hackher-Löwen verbinden.
Ja. Das Gotische Tor befindet sich im frei zugänglichen Bereich des Grazer Schlossbergs und kann jederzeit kostenlos besichtigt werden.